„Kunst, die Räume verändert.“

Ich will das Rad nicht neu erfinden. Aber ich teile hier meine Gedanken über den Prozess, die Wirkung von großformatiger Malerei und das, was sich zwischen den Schichten zeigt.

Zurück in die Vier Wände

|Conny Wachsmann
Auftragskunst

Wieder in den eigenen vier Wänden – aber ganz und gar nicht klein

Der Sommer war die Zeit für die ganz großen Formate.

Draußen war Platz – und den habe ich genutzt. Leinwände mit einer Größe von bis zu 4 Metern konnten entstehen, ohne dass Wände, Decken oder Raumhöhe Grenzen gesetzt haben. 😄

Jetzt bin ich wieder in meinen eigenen vier Wänden angekommen. Und auch wenn es draußen langsam ungemütlicher wird, werden die Bilder deshalb nicht kleiner: Bis zu 250 cm sind in meinem Atelier problemlos möglich.

Was ich an solchen großen Formaten besonders mag? Sie geben einer Idee Raum. Ein Bild muss nicht einfach nur an einer Wand „hängen“. Es kann einen ganzen Raum verändern, eine Geschichte erzählen oder eine bestimmte Stimmung tragen.

Wenn aus einer Geschichte ein Bild wird

Ein schönes Beispiel dafür ist ein Auftrag, bei dem die Geschichte eines Unternehmens eine wichtige Rolle spielte.

Historische Dokumente, alte Schrift, Motive aus der Vergangenheit und die Geschichte des Unternehmens wurden dabei nicht einfach kopiert. Sie wurden zur Grundlage für ein neues, individuelles Kunstwerk.

Genau das finde ich spannend: Aus etwas, das bereits existiert, etwas völlig Eigenständiges entstehen zu lassen.

Dabei können es genauso gut besondere Farben, Erinnerungen, ein Ort, ein Gegenstand oder einfach ein bestimmtes Gefühl sein, das den Ausgangspunkt für ein Bild bildet.

Ich übersetze solche Dinge nicht eins zu eins auf die Leinwand. Ich nehme sie auf, verändere sie, kombiniere sie mit Farbe, Struktur und Bewegung – bis daraus etwas entsteht, das seine ganz eigene Geschichte erzählt.

Große Bilder dürfen auch drinnen entstehen

250 cm klingt vielleicht erst einmal ziemlich groß.

Für mich ist es aber genau die Größe, bei der es interessant wird. 😉

Auch im Atelier darf es also weiterhin ordentlich groß werden – nur eben mit etwas weniger Wetter und etwas mehr Farbe an den Wänden.

Und wer weiß: Vielleicht gibt es ja bereits eine Geschichte, eine Farbe oder eine Idee, die darauf wartet, zu einem ganz persönlichen Bild zu werden.

Denn manchmal beginnt ein Bild nicht mit einer Leinwand – sondern mit einer Geschichte.