KÜNSTLERIN · MALERIN · AUFTRAGSKUNST
Conny Wachsmann – 25 Jahre Kunst, Auftragsmalerei und ein Weg, der nie geplant war
Eine dreimonatige Studienreise nach Austin, Zeichnungen auf der Straße, eine UNICEF-Kunstauktion, Kataloge von Otto, Heine und Schwab, internationale Sammler, großformatige Auftragskunst und mehr als 25 Jahre Atelierarbeit: Die Geschichte der Künstlerin Conny Wachsmann ist eine Geschichte über Instinktfreiheit, Mut und die Entwicklung einer eigenen Bildsprache.
Wenn man heute auf die Arbeit von Conny Wachsmann blickt, sieht man vor allem großformatige abstrakte Originale, individuelle Auftragsbilder und eine unverwechselbare Verbindung von Farbe, Struktur und Atmosphäre.
Was man auf einem einzelnen Bild jedoch nicht sieht, ist der Weg, der dahinterliegt.
Denn die Geschichte begann nicht mit einem Masterplan für eine Künstlerkarriere. Sie begann als Autodidaktin, mit Neugier, Experimentierfreude und dem Wunsch, Bilder zu schaffen.
Seit dem Jahr 2000 arbeitet Conny Wachsmann freischaffend als bildende Künstlerin. Mehr als 25 Jahre später ist daraus eine vielseitige künstlerische Laufbahn entstanden, die freie Malerei ebenso umfasst wie Auftragskunst, Ausstellungen, Kunstvermittlung und internationale Projekte.
EINE FRÜHE SCHLÜSSELSTATION
Austin – drei Monate, die viel verändert haben
Zu Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn führte eine dreimonatige Studienreise Conny Wachsmann nach Austin, Texas.
Dort ging es nicht darum, Kunst nur anzuschauen. Sie arbeitete selbst mitten im öffentlichen Raum, zeichnete auf der Straße und knüpfte Kontakte zu Menschen vor Ort – Malern und Musikern.
Ihre ersten Zeichnungen verschenkte sie damals sogar an Passanten in Parks. Sie konnte ihre Arbeiten schließlich nicht alle mit nach Deutschland nehmen.
Kunst entstand für sie schon damals nicht nur im Atelier, sondern mitten im Leben.
Die Zeit in Texas wurde zu einer frühen Erfahrung mit internationalem Austausch und prägte ihren Blick auf Kunst, Menschen und andere kulturelle Lebenswelten.
Eine „Instinktfreiheit“, wie Conny Wachsmann selbst einmal sagte, beschreibt diese frühe Phase vielleicht am treffendsten.
EIN FRÜHES BESONDERES PROJEKT
„Unbekanntes Land“ – eine Kunstauktion für UNICEF
Zu den besonderen Stationen aus den frühen Jahren ihrer künstlerischen Tätigkeit gehört eine UNICEF-Kunstauktion.
Dabei wurde das Werk „Unbekanntes Land“ von Conny Wachsmann im Rahmen einer Auktion für UNICEF angeboten und versteigert.
Für die junge Künstlerin war dies eine besondere Erfahrung: Ein eigenes Kunstwerk wurde nicht nur ausgestellt oder verkauft, sondern mit einem sozialen Anliegen verbunden.
Die UNICEF-Auktion gehört damit zu den frühen Projekten, die zeigen, dass sich ihre künstlerische Arbeit schon damals nicht ausschließlich innerhalb klassischer Galerieräume bewegte.
2003–2005
Otto, Heine und Schwab – der Schritt zur Katalogkünstlerin
Ein entscheidender Meilenstein folgte zwischen 2003 und 2005.
Conny Wachsmann bewarb sich damals noch ganz klassisch – schriftlich auf dem Postweg – bei großen Versandhäusern.
Ihre Arbeiten wurden für die Kataloge von Otto, Heine und Schwab ausgewählt.
Ein Geruch, den sie bis heute nicht vergessen hat
Für die junge Künstlerin war es ein besonderer Moment, die eigenen Bilder plötzlich in großen Versandkatalogen wiederzufinden – versehen mit Bestellnummern, über die Menschen die Kunst tatsächlich bestellen konnten.
Noch heute erinnert sie sich an das Papier, den Geruch der gedruckten Seiten und die Bestellnummern ihrer eigenen Bilder.
Katalogkünstler waren zu dieser Zeit noch eine vergleichsweise seltene Erscheinung. Für Conny Wachsmann wurde diese Arbeit zu einer wichtigen professionellen Erfahrung – und gleichzeitig zum Ausgangspunkt für etwas, das später einen großen Teil ihrer Karriere prägen sollte: die individuelle Auftragsmalerei.
Wie aus der Katalogkunst Auftragsmalerei wurde
Die Katalogarbeit brachte Conny Wachsmann früh mit einer Frage zusammen, die bis heute ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit ist: Wie kann ein Bild die Vorstellung eines anderen Menschen treffen, ohne seine eigene künstlerische Identität zu verlieren?
Aus diesen Erfahrungen entwickelte sich über die Jahre eine Spezialisierung auf individuelle Auftragsmalerei.
Heute entstehen großformatige Originale für private Kunden, Unternehmen, Hotels, Arztpraxen, Kliniken und andere Einrichtungen.
Ein Auftragsbild beginnt dabei nicht mit einem fertigen Motiv, das lediglich angepasst wird. Es entsteht neu – aus Raum, Architektur, Farbwelt, gewünschter Atmosphäre und der persönlichen Geschichte des Auftraggebers.
Ein Auftragsbild ist kein beliebiges Bild für eine freie Wand. Es ist ein Original, das für einen bestimmten Ort entsteht.
Kunst für Unternehmen, Hotels und besondere Räume
Im Laufe ihrer Karriere entstanden zahlreiche Arbeiten für Unternehmen und institutionelle Räume.
Zu den dokumentierten Referenzen gehören unter anderem Marriott Hotels, hagebau, Hildesheimer Stahlhandel, AWD Arzneimittel, rulmeca, ArtHotel Weingarten und Niedersachsenpark.
Hinzu kommen dokumentierte Kunstankäufe beziehungsweise Präsentationen im Umfeld der Hannover Messe sowie Arbeiten für Coca-Cola.
Besonders großformatige Kunst kann Räume stark verändern: Empfangsbereiche, Treppenhäuser, Wartezonen, Hotellobbys, Wohnräume oder große Büroflächen erhalten durch ein individuell entwickeltes Original eine eigene Atmosphäre.
Kunst in Unternehmen – über Little Van Gogh
Über den professionellen Kunstservice Little Van Gogh wurden Arbeiten von Conny Wachsmann in zahlreichen Unternehmen und Einrichtungen präsentiert.
Dazu gehörten unter anderem Präsentationen bei SOLVAY Hannover, der Praxisklinik Sydow Berlin, Siemens Köln, CATLIN Köln, HDI Düsseldorf, VOV Köln, dem Telekom Tagungshotel Neuss, Capital Future Bonn, TECOSIM Rüsselsheim, Silberpalais Duisburg und Praxair Düsseldorf.
Kunst wurde damit nicht nur in Galerien gezeigt, sondern gelangte über professionelle Kunstvermittlung auch in Arbeitswelten, Hotels und medizinische Einrichtungen.
INTERNATIONALE AUFTRAGSARBEIT
Großformatige Kunst für Dentalpraxen in Katar
Ein besonders ungewöhnliches internationales Projekt führte Conny Wachsmanns Kunst nach Katar.
Dort entstanden großformatige Arbeiten für fünf Dentalpraxen.
Dazu kamen Arbeiten für drei Schönheitskliniken.
Gerade in medizinischen Räumen kann Kunst eine besondere Funktion übernehmen: Sie schafft Atmosphäre, setzt bewusste Akzente und kann funktionale Architektur menschlicher und individueller wirken lassen.
Von Catawiki bis Amerika – Kunst, die ihren Weg findet
Die internationale Verbindung zieht sich durch Conny Wachsmanns gesamte künstlerische Laufbahn.
Über Kunstplattformen, Ausstellungen, Aufträge und persönliche Kontakte fanden ihre Werke ihren Weg in private Sammlungen außerhalb Deutschlands.
In den USA und England befinden sich Arbeiten bei zahlreichen privaten Sammlern.
Über Catawiki wurden Werke europaweit einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Weitere internationale Kontakte und Verkäufe entstanden über Plattformen wie Singulart, ArtMajeur und ARTvergnügen.
Ihre internationale Reichweite entstand lange vor Instagram – durch Kunst, die Menschen tatsächlich gefunden und gekauft haben.
DRESDEN
„Seitenwechsel“ – eine Geschichte zwischen Ost und West
Eine besondere Station ihrer Ausstellungsgeschichte war „Seitenwechsel“ in Dresden.
Die Ausstellung erzählte die Geschichte des Ostens und des Westens und verband unterschiedliche Schaffensphasen der Künstlerin.
Arbeiten aus verschiedenen Jahren standen nebeneinander und machten sichtbar, wie sich ihre Malerei, ihre Farbwelt und ihre Ausdrucksform im Laufe der Zeit verändert hatten.
Dadurch entstand eine ungewöhnliche Geschlossenheit: Die Ausstellung zeigte nicht nur einzelne Bilder, sondern gewissermaßen die Entwicklung einer Künstlerin über viele Jahre.
Eine solche Zusammenstellung wird es vermutlich kein zweites Mal geben. Denn die Arbeiten aus unterschiedlichen Zeiten erzählten gemeinsam eine Geschichte, die persönlich, künstlerisch und zugleich zeitgeschichtlich geprägt war.
„Seitenwechsel“ machte sichtbar, was einzelne Bilder allein nur schwer erzählen können: Entwicklung.
Kunst in Unternehmenssammlungen
Auch außerhalb von Ausstellungen und Auftragsarbeiten fanden Werke von Conny Wachsmann ihren Platz in Unternehmenssammlungen.
So waren zwei Motive in der Cornèrcard Art Collection 2009 vertreten.
Darüber hinaus gehören dokumentierte Ankäufe für Unternehmen und Institutionen zu ihrer langjährigen Vita.
Weinetiketten, Buchcover und gedruckte Kunst
Die Arbeiten von Conny Wachsmann waren im Laufe der Jahre nicht ausschließlich als Originale auf Leinwand zu sehen.
Ihre Kunst wurde unter anderem für Weinetiketten, Buchcover, Fachliteratur, Kunstkarten, Druckeditionen und weitere Publikationen verwendet.
Zu den dokumentierten Publikationen gehören unter anderem „Ermutigungen“, „Welt- und Lebensdeutungen“ sowie das Buchcover zu „Freundschaft – Eine philosophische Theorie“ von Konrad Utz.
Auch ein Werk mit dem Titel „Geerdet“ wurde für ein Weinprojekt beziehungsweise ein Frontetikett verwendet.
KUNST FÜR EINEN GUTEN ZWECK
Wenn Kunst mehr kann als an einer Wand hängen
Bereits in den frühen Jahren ihrer künstlerischen Tätigkeit verband Conny Wachsmann ihre Kunst auch mit sozialen Anliegen.
Neben der UNICEF-Kunstauktion, bei der „Unbekanntes Land“ versteigert wurde, beteiligte sie sich später unter anderem an der Aktion „Kunst gegen Krebs“ zugunsten des Onkologischen Forums Celle.
Kunst wurde damit nicht nur zum persönlichen Ausdruck und beruflichen Weg, sondern konnte zugleich Menschen und Projekte unterstützen, die über die Kunst selbst hinausweisen.
Kunst ist für Conny Wachsmann auch ein Beruf
Seit 2010 ist Conny Wachsmann Mitglied der Künstlersozialkasse (KSK).
Ihre langjährige Tätigkeit als bildende Künstlerin ist außerdem mit der VG Bild-Kunst verbunden.
Diese Stationen gehören zu einer professionellen künstlerischen Laufbahn, die seit vielen Jahren nicht nur kreativ, sondern auch beruflich eigenständig organisiert ist.
Wissen weitergeben – viele Jahre als Dozentin
Neben ihrer eigenen künstlerischen Arbeit war Conny Wachsmann über mehrere Jahre als Dozentin bei der geistreich Online-Malschule tätig.
Dort vermittelte sie praktische Erfahrungen aus ihrem eigenen Atelieralltag und gab Wissen über Malerei, Farbe und künstlerische Arbeitsprozesse weiter.
Kunst nicht nur selbst zu schaffen, sondern auch anderen Menschen auf ihrem eigenen Weg zu helfen, wurde damit zu einem weiteren Teil ihrer künstlerischen Arbeit.

HEUTE
Großformatige Kunst mit persönlicher Geschichte
Heute konzentriert sich Conny Wachsmann vor allem auf abstrakte Originalgemälde und individuelle großformatige Auftragskunst.
Sie arbeitet mit Acryl, Kohle und unterschiedlichen Materialien auf Leinwand, Leinen und weiteren Bildträgern.
Gerade bei großen Formaten geht es dabei nicht allein darum, eine freie Wand zu füllen.
Ob für ein privates Zuhause, ein Unternehmen, eine Arztpraxis, eine Schönheitsklinik, ein Hotel oder einen großen architektonischen Raum: Conny Wachsmann entwickelt Kunst nicht nur für Wände, sondern für Orte.